SAP unter Druck: US-Justiz untersucht Geschäftspraktiken mit Carahsoft

Die SAP-Aktie gerät derzeit unter erheblichen Druck, da das US-Justizministerium Geschäfte zwischen SAP und dem IT-Wiederverkäufer Carahsoft untersucht. Im Fokus der Untersuchungen stehen mögliche Preisabsprachen bei Regierungsverträgen, die seit 2014 getätigt wurden. Diese Verträge mit der US-Regierung haben einen Gesamtwert von über 2 Milliarden Dollar. Die Behörden prüfen, ob SAP und Carahsoft überhöhte Preise für ihre Technologieprodukte, insbesondere bei Verträgen mit dem US-Militär und anderen staatlichen Stellen, durch unzulässige Absprachen erzielt haben könnten.

Diese Untersuchungen laufen bereits seit 2022, aber neue Entwicklungen, wie die jüngste Durchsuchung der Büros von Carahsoft durch das FBI, haben den Druck auf beide Unternehmen weiter erhöht. SAP selbst äußerte sich bisher nicht konkret zu den Vorwürfen und lehnte es ab, Stellung zu nehmen. Carahsoft hingegen gab an, dass die Ermittlungen mit einem früheren Geschäftspartner in Verbindung stünden, ließ jedoch offen, ob SAP dabei involviert ist.

Carahsoft ist seit seiner Gründung im Jahr 2004 zu einem der führenden Anbieter von IT-Lösungen für den US-Staat geworden, wobei SAP-Software einen erheblichen Anteil an diesen Verträgen ausmacht. Die Ermittlungen kommen zu einem heiklen Zeitpunkt für SAP, das sich nach einem starken Lauf an den Börsen nun mit erhöhter Unsicherheit konfrontiert sieht. Anleger befürchten, dass sich die Ermittlungen negativ auf die Geschäftstätigkeit und das Vertrauen in SAP auswirken könnten.

Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich die Untersuchungsergebnisse auf die Aktie und das operative Geschäft von SAP auswirken werden. Klar ist jedoch, dass die rechtlichen Herausforderungen eine Belastung für das Unternehmen darstellen und zu weiteren Kursrückgängen führen könnten.

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