Nike hat kürzlich seine Ergebnisse für das am 31. August 2024 abgelaufene Quartal präsentiert, und die Zahlen spiegeln einige Herausforderungen wider. Analysten erwarteten im Schnitt ein Ergebnis je Aktie von 0,522 USD, was einem Rückgang von etwa 45 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zudem wird ein Umsatzrückgang von 10 % auf 11,65 Milliarden USD erwartet. Diese Zahlen sind bedenklich, da sie einen deutlichen Rückgang im Vergleich zu den Vorjahreswerten darstellen.
Gründe für die schwache Entwicklung
Die schwache Performance lässt sich vor allem auf den Rückgang der Konsumnachfrage und anhaltende Schwierigkeiten im Einzelhandel zurückführen. Besonders im nordamerikanischen und europäischen Markt kämpft Nike mit Überbeständen und Preisdruck, was die Margen belastet. Zudem war das jüngste Quartal von einer schwächeren Nachfrage nach Sportbekleidung und -schuhen geprägt, was auch Konkurrenten wie Adidas betroffen hat.
Reaktionen der Analysten
Die Analysten zeigen sich verhalten optimistisch. Die UBS bleibt mit einem Kursziel von 78 USD neutral, während andere Institute wie Goldman Sachs und Deutsche Bank etwas optimistischer sind und Kaufempfehlungen abgegeben haben. Sie sehen Potenzial in Nikes langfristiger Strategie, insbesondere in den Bereichen E-Commerce und Direct-to-Consumer-Verkäufe, was langfristig die Margen verbessern könnte.
Ausblick und Prognose
Für das laufende Fiskaljahr erwarten Analysten einen Gewinn je Aktie von 3,10 USD, was ebenfalls unter dem Vorjahreswert von 3,76 USD liegt. Der Umsatz soll auf 48 Milliarden USD sinken. Langfristig bleibt Nike jedoch dank seiner starken Markenposition und Innovationskraft gut aufgestellt. Dennoch wird die kurzfristige Entwicklung von den makroökonomischen Bedingungen und dem Erfolg der Maßnahmen zur Bestandsoptimierung abhängen.
Fazit
Nike steht vor einer anspruchsvollen Phase, in der Marktbedingungen, Lagerbestände und der Wettbewerb den kurzfristigen Ausblick belasten. Dennoch gibt es langfristige Chancen durch eine verstärkte Digitalisierung und den Ausbau des Direktvertriebs, die das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs bringen könnten.


